Soziales Engagement

Grundgedanke

Die Marienschule will konkret versuchen die Schüler für soziale Fragen zu sensibilisieren und will sie zugleich ermutigen, sich sozial zu engagieren.
Unterrichtlich wie durch außerunterrichtliche Veranstaltungen sollen die Schüler auf bedeutende Fragen von “Gerechtigkeit und Frieden” in der Gegenwart hingewiesen werden.
Außerschulisches Engagement von Schülerinnen und Schülern wird besonders gewürdigt. Zugleich versucht die Schule den Schülerinnen und Schülern auch innerschulisch Möglichkeiten für soziales Engagement zu schaffen. Die Schüler erleben so, dass sie tatsächlich für Mitmenschen aktiv werden können. Besonders junge Schülerinnen und Schüler freuen sich über Möglichkeiten, konkret handeln zu können, und sind stolz, wenn ihr Handeln im Sinne ihrer Intention erfolgreich sein konnte.


Solidaritätskreis

Eine Gruppe von Lehrerinnen, Schülerinnen und Schülern engagiert sich seit 1986 im Solidaritätskreis unserer Schule. Diese Gruppe pflegte ursprünglich konkret Kontakt mit einer katholischen Gemeinde in Chile, die sie durch Aktionen in der Schule u.a. finanziell unterstützte. Erfreulich war zu sehen, dass sich die geförderten Maßnahmen erfolgreich entwickelten und somit die Hilfe “kein Tropfen auf den heißen Stein” war. Der Kontakt nach Chile ist immer noch lebendig geblieben, der Schwerpunkt der Arbeit des Solidaritätskreises wurde jedoch auf andere Projekte, die dringender eine Unterstützung benötigen, verlegt.

Dies ist zum einen die Aktion “Mission und Leprahilfe”, die Weihbischof Peters aus Aachen ins Leben gerufen hat und durch Herrn Heyes aus Willich-Schiefbahn betreut wird. Dieser kommt regelmäßig in die Schule und informiert die Schülerinnen und Schüler über die geförderten Projekte.
Zum anderen ist es das Projekt “Dream”, einer Aidshilfe in Afrika, das die internationale christliche Gemeinschaft Sant Egidio mit dem Gründer Andrea Riccardi (Karlspreisträger 2009 ) ins Leben gerufen hat.

Der Solidaritätskreis beschränkt sich jedoch nicht auf die Unterstützung notleidender Menschen in Afrika oder anderen fernen Ländern, sondern bemüht sich auch, die Not vor Ort nicht zu übersehen. So trifft sich der Solidaritätskreis mehrmals jährlich mit den Kindern der Regenbogenschule. Hierbei handelt es sich um eine soziale Einrichtung, in der Mitglieder von Sant Egidio sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Mönchengladbach betreuen und fördern. Einige unserer Schülerinnen und Schüler engagieren sich in besonderem Maße, indem sie durch Hausaufgabenbetreuung, Freizeitgestaltung und Hausbesuche aktiv in der Regenbogenschule mitarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler lernen dadurch Menschen aus verschiedenen sozialen Brennpunkten und Lebenssituationen kennen und empfinden dies auch als persönlichen Gewinn. Der Solidaritätskreis ist bemüht, die gewonnen Einsichten und Erfahrungen an die Schulgemeinde der Marienschule weiterzugeben.
Die Schule stellt dem Solidaritätskreis einen eigenen Raum zur Verfügung. In diesem Raum können sich die Schülerinnen und Schüler treffen, Aktionen planen und vorbereiten. Dazu zählen die jährliche Verlosung sowie die Cafeteria am Elternsprechtag und am Tag der offenen Tür.


Solidaritätsmarsch

Im Abstand von zwei Jahren findet der sog. Solidaritätsmarsch statt, an dem sich die gesamte Schulgemeinde beteiligt. Der Solidaritätsmarsch wird von Eltern und Verwandten der Schülerinnen und Schüler großzügig mitgetragen, so dass stets hohe Geldsummen erbracht werden konnten.
Der Erlös der Aktion wird z.B. für den Bau von Schulen sowie deren Ausstattung in minderbemittelten Regionen ärmerer Länder verwendet.


Fastenaktion

Jährlich während der Fastenzeit engagieren sich die Klassen und LK-Kurse im Rahmen des Misereor-Fastenprojektes. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen selbst, welches Misereor-Projekt sie konkret unterstützen wollen. Durch verschiedenste Aktivitäten und Ideen sammeln sie Spenden, die dann an Misereor weitergeleitet werden.


Hephata-Briefmarkenaktion

Die Bischöfliche Marienschule unterstützt des Weiteren die Briefmarkenaktion für die evangelische Behinderteneinrichtung “Hephata”.
Die Schule will auf diese Weise Solidarität mit behinderten Menschen zeigen, sie will zugleich ihre Verbundenheit zur Stadt Mönchengladbach und auch zur evangelischen Kirche dokumentieren.


Solidaritätsfond der Schule

Für den Fall, dass Schülerinnen und Schüler der Schule bzw. ihre Familien mit Blick auf schulische Aufgaben oder Veranstaltungen in finanzielle Schwierigkeiten geraten, existiert ein innerschulischer Hilfsfond. Mit Hilfe dieses Fonds kann in Einzelfällen unbürokratisch und diskret Hilfe geleistet werden.


Weihnachtsaktion für Strafgefangene in Mönchengladbach

Weihnachten im Gefängnis feiern – das ist für einige Mädchen und Jungen unserer Schule schon ein alljährliches Ereignis. Im letzten Jahr waren neben 6 Ehemaligen und 10 Aktiven unserer Schule auch wieder sechs Neue dabei, sich selbst und den Gefangenen ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art zu machen.
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