Bischöfliche Marienschule Mönchengladbach

„Cool down and survive“: 6c produziert Joghurt

  • | AMP-Vers. | Desktop-Vers.
  • Müll vermeiden durch eigene Joghurt Produktion – ein Beitrag der Klasse 6 c zum Projekt „Cool down and survive“

    Die Klasse 6 c hat sich im Rahmen des Klimaprojektes auch mit der Frage der Umweltbelastung durch Müll beschäftigt. In diesem Zusammenhang wurden Poster entwickelt, die auf die Problematik aufmerksam machen sollen.

    Aber auch im eigenen Haushalt sollte man etwas tun: wenn in einer Familie mit zwei Kindern jeder am Tag einen Joghurt isst, so fallen in einer Woche 28 Plastikbecher an – viel Müll! Ist das zu ändern?

    Die Klasse 6c hat festgestellt, dass es ganz einfach ist, Joghurt selber zu produzieren. Nach unserer Anleitung kann es jeder selbst ausprobieren. Wir haben H-Milch im Tetrapack verwendet, dabei erhält man acht Joghurts aus einem Liter Milch und benötigt dafür eine „Tetraverpackung“, also deutlich weniger Müll als acht Plastikbecher.

    Man kann natürlich auch Milch in recycelbaren Glasflaschen kaufen oder vielleicht sogar beim Bauern in einer wiederverwertbaren Kanne.

    Unsere Anleitung zeigt, wie die Herstellung funktioniert, und die Bilder zeigen die Klasse „bei der Arbeit“.

    Kurzer Bericht einer Schülerin:

    Wir, die Klasse 6c, haben jeder einen Joghurt mit viel Spaß selber hergestellt. Da wir statt einem Becher ein Glas verwendet haben, sparten wir somit Plastikmüll. Die Gläser konnten ausgespült und wiederverwendet werden.

    Den Joghurt haben wir mit einem Liter Milch und einem Naturjoghurt selber hergestellt. Wichtig dabei ist, dass der Fettgehalt bei beiden gleich ist. Man konnte ihn einen Tag später essen und er war sehr lecker.

    Was ist Joghurt?

    Joghurt entsteht aus Milch und zugefügten Milchsäurebakterien „Lactobacillus“. Der Name „Joghurt“ stammt von dem türkischen Begriff „yoğurt“ ab. Dies heißt übersetzt „gegorene Milch“.

    Bei Temperaturen zwischen 36°C und 42°C verwandeln die zugesetzten Milchsäurebakterien einen Teil des Milchzuckers in Milchsäure um. Durch diese „Gärung“ gewinnen die Bakterien Energie für ihren Stoffwechsel. Die entstehende Milchsäure lässt die Eiweißbestandteile gerinnen und die Milch wird fest (eine solche Gerinnung beobachtet man auch, wenn man Zitronensaft in Milch gießt).

    Auf diese Weise entsteht aus flüssiger Milch der feste Joghurt mit leicht säuerlichem Geschmack.

    Welche Zutaten braucht man?

    Für 8 Portionen Joghurt:

    Zubereitung:

    1. WICHTIG: Immer, wenn man mit Lebensmitteln arbeitet, ist die Hygiene wichtig. Nach dem Händewaschen kontrolliert man, ob alle Materialien sauber sind.
    2. Die Milch wird in einem Kochtopf auf dem Herd auf ca. 40°C erhitzt. (Wenn man einen Tropfen auf den Handrücken fallen lässt, fühlt es sich gut warm, aber nicht sehr heiß an!)
    3. Man nimmt den Topf vom Herd und gibt 2 Esslöffel Joghurt hinzu und verrührt alles mit dem Schneebesen.
    4. Die Milch-Joghurt-Masse wird in die vorbereiteten Gläser eingefüllt und sorgfältig verschlossen.
    5. Jetzt muss den Bakterien Zeit gegeben werden, sich zu vermehren. Dazu kann man sie auf einen warmen Heizkörper stellen und mit einer Decke abdecken. Man kann sie auch in eine Kühltasche, die isoliert ist, stellen und eine Wärmeflasche oder ein bis zwei „Hotpacks“ dazugeben.

    Wichtig: während der Bebrütungszeit muss der Joghurt still stehen und darf nicht bewegt werden, sonst wird er nicht fest.

    Nach ca. sechs Stunden ist der Joghurt fertig. Vor dem Verzehr sollte er zwei bis drei Stunden im Kühlschrank gekühlt werden.

    Er bleibt ein paar Tage im Kühlschrank frisch, sollte aber dann gegessen werden, da er keine Konservierungsstoffe enthält.

    Von einem Glas des selbstproduzierten Joghurts können dann wieder zwei Löffel als „Starterkultur“ für den nächsten Ansatz verwendet werden.