„Cool down and survive“: 6d produziert Papier


Im Rahmen des Klimaprojektes „Cool down and survive“ hat sich die Klasse 6d mit der Frage beschäftigt:

Wie funktioniert das eigentlich mit dem Recycling?

Für alle, die in der Schule arbeiten, ist es normal, immer wieder mit Blättern aus Papier zu arbeiten: immer wieder Arbeitsblätter, neue Hefte, neue Bücher…

Aber wo kommt dieses Papier her?

Nicht jeder weiß, dass man für Papier Zellstoff benötigt, das ist ein Stoff, den man aus Pflanzen, z.B. aus Bäumen, gewinnt. Aber altes Papier muss man nicht in den Müll werfen, denn Zellstoff kann man viel häufiger als nur einmal verwenden.

Die Klasse 6d hat selbst herausgefunden, wie es funktioniert. Jede Schülerin, jeder Schüler hat sein eigenes selbstgeschöpftes Blatt mit nach Hause genommen. Auf den Bildern sieht man die Klasse bei der Arbeit!

Nach unserer Anleitung kann man das Papierschöpfen zu Hause ausprobieren.

Vielleicht denkt man beim nächsten Heft, das man kauft, darüber nach, recyceltes Papier zu kaufen, denn das schont wichtige Ressourcen!

Anleitung zum Papierschöpfen

Welche Materialien braucht man?

  1. Altpapier (z.B. alte Zeitungen – wenn man die unbedruckten Ränder nimmt, wird das Papier weißer. Falls man farbige Zeitungen hat, z.B. „Financial Times“, wird das selbstgeschöpfte Papier auch farbig)
  2. Wasser
  3. Messbecher
  4. Schöpfrahmen (vorzugsweise 2-teilig) (wenn man ein Wasserzeichen im Papier haben möchte, kann man mit Draht eine Form aufnähen (z.B. einen Baum, ein Herz…)
  5. Mixer
  6. eckige Plastikschüssel
  7. Rührlöffel
  8. Nudelrolle
  9. Wischtücher
  10. Filzpappe oder viele alte Zeitungen

Arbeitsschritte:

  1. Unbedruckte Ränder von ca. acht Seiten einer Tageszeitung in kleine Stücke reißen und in einen mit 750ml Wasser gefüllten Messbecher geben.
  2. Mit dem Pürierstab oder dem Handmixgerät ca. 2-3 Minuten verrühren, bis ein einheitlicher Papierbrei entstanden ist. (Wenn das Papier noch besser werden soll, kann der Brei auch einmal aufgekocht werden.)
  3.  In die Plastikschüssel füllt man etwa 5 L Wasser und gibt die Menge eines Ansatzes (s. 1.) dazu.
  4. Gut verrühren (wenn man möchte, kann man als Füllmaterial Kaolin und zur Glättung der Oberfläche etwas aufgelöste Gelatine hinzufügen).
  5. Den zusammengesetzten Schöpfrahmen bis auf den Boden der Plastikwanne eintauchen. Dann langsam waagerecht herausheben und das überschüssige Wasser abtropfen lassen. Mit einer Hand festhalten!
  6. Mit der anderen Hand (evtl. Hilfsperson!) mehrfach mit einem saugfähigen Tuch von unten über das Sieb wischen, um Wasser aufzunehmen.
  7. Jetzt den oberen Schöpfrahmen abnehmen. Das Sieb mit der Papiermasse vorsichtig auf eine Filzpappe oder einen Zeitungsstapel stürzen und mit dem Wischtuch von oben mit leichtem Druck weiter trocken reiben.
  8.  Das Sieb nun langsam (von einer Seite beginnend) hochheben, so dass die feuchte Papierschicht auf der Unterlage liegen bleibt.
  9. Jetzt kann man auf Wunsch das Papier mit Blütenblättern, ausgeschnittenen Buchstaben oder Glitzerflitter verzieren.
  10. Dann das feuchte Papierblatt mit einem Wischtuch und einer Zeitungsseite abdecken und mit einer Nudelrolle unter leichtem Druck auch das letzte freie Wasser aus dem Papierblatt herauspressen.
  11. Zum Trocknen kann man das Blatt in ein altes Buch legen oder auch mit dem Bügeleisen vorsichtig trocken bügeln.



Datum: 29. Oktober 2018 - 9:24 Uhr | Update: 28. Oktober 2018 - 20:46 Uhr

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