Bischöfliche Marienschule Mönchengladbach

Fahrt nach Weimar hinterlässt beim Deutsch-LK Spuren

  • | AMP-Vers. | Desktop-Vers.
  • Der Deutsch-Leistungskurs der Jgst. Q1 fuhr unter der Leitung von Dr. Steinfort vom 08.02. – 10.02.2019 nach Weimar. Nele berichtet davon:

    Am 08.02.um 08.30 Uhr ging es ab Düsseldorf HBF für unseren Deutsch LK mit Herrn Dr. Steinfort los nach Weimar. Wir freuten uns alle riesig auf die gemeinsamen Tage und das tolle Programm, welches Herr Dr. Steinfort für uns ausgearbeitet hatte. Die 5-stündige Zugfahrt war kurzweilig, sehr angenehm, wir saßen alle zusammen auf unseren im Vorfeld reservierten Plätzen und so kamen schon direkt zu Anfang viele schöne und faszinierende Gespräche zustande.

    Gegen 14 Uhr kamen wir dann gespannt in Weimar an und machten uns erst mal auf den Weg in unser Hostel, wo wir unsere Zimmer bezogen und uns für die nachfolgenden Programmpunkte frisch machten.

    Zunächst machten wir uns auf den Weg in die Stadt, hatten dann zwei Stunden Freizeit, welche wir nutzten um das kleine Städtchen Weimar und die vielen kleinen Geschäftchen zu erkunden und in einem schönen Lokal zu Abend zu essen.

    Um 19h trafen wir uns dann alle am „Treibhaus der Demokratie“ um dort das Theaterstück „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller anzusehen.
    Der Saal und die Bühne des deutschen Nationaltheaters in Weimar haben durch die vielen Kronleuchter, die rot besamtete Bestuhlung sowie durch die schönen hohen Decken einen imposanten Eindruck auf uns Schüler hinterlassen. Das sehr spezielle Theaterstück hat gegen 20 Uhr angefangen und sein Ende gegen 23.15 Uhr gefunden. Die Darsteller waren äußerst talentiert und haben uns alle sehr beeindruckt.

    Nach diesem langen und ereignisreichen Tag fielen wir abends alle müde in unsere Betten, welche wir am nächsten Morgen wieder früh verlassen mussten, da wir uns um 8 Uhr zum gemeinsamen Frühstück trafen. Bei herrlichem Sonnenschein brachen wir dann auf um das Schiller -und danach das Goethe- Haus zu besuchen. Hier wurden wir per Audio Guide informativ durch die Häuser begleitet. Beide Häuser waren mit vielen Bildern, Originaltexten der Zeit und anderen Erinnerungsstücken sowie einer vollständigen Inneneinrichtung bestückt. Wir konnten uns eigene Eindrücke der uns durch den Unterricht bekannten Autoren verschaffen und haben viele Lebensereignisse der Beiden kennengelernt.

    Im Goethe-Haus hatten wir dann noch einen kleinen Workshop, in dem wir mit Gänsefedern und Tinte Texte bzw. Worte in der Kurrent Schrift, der damaligen Schrift, schreiben konnten. Nicht nur das Schreiben der Buchstaben, auch der Umgang mit Feder und Tinte waren äußerst schwierig und haben uns hohe Fingerfertigkeiten abverlangt. Nach dieser tollen Erfahrung besichtigten wir dann noch die Anna- Amalia- Bibliothek, wo ebenfalls eine Führung mit einem Audio Guide für uns anstand. Um die Bibliothek betreten zu dürfen, haben wir uns alle riesengroße Hausschuhe über unsere Straßenschuhe ziehen müssen, was sehr lustig war und weiterhin für gute Laune und Stimmung sorgte.
    Die Bibliothek umfasst 45.000 Bücher und hat uns vor allem durch ihre Verzierungen und die weißen Statuen bekannter Autoren, sowie durch ihre Größe und die Architektur, sehr beeindruckt, sie stellt einen Traum eines jeden Bücherfreundes dar. Auch die Fürstengruft wurde von unserer Truppe besichtigt, hier stehen die Särge von einflussreichen Fürsten von Weimar. Ein leicht mulmiges Gefühl erwartete uns vor der kleinen Absperrung, die die sterblichen Überreste Schillers und Goethes von unseren lebendigen Körpern trennte. Weiterhin gesund und lebendig unterwegs, erkundeten wir dann noch den großen Goethe Park und ein im Bauhaus Stil erbautes Haus.

    Bauhaus-Stil. Hören Sie dazu einen Text von Louisa F.
    https://marienschule.de/wp-content/uploads/2019/02/Bauhaus-Teekanne.mp3
    Louisa F.

    Schließlich kamen wir nachmittags wieder im Hostel an, wo wir uns erst einmal eine kurze Verschnaufpause gönnten, um dann wieder in die Stadt zu gehen, wo wir gemeinsam bei einem Italiener zu Abend gegessen haben. Wir verbrachten einen tollen, gesprächsreichen und lustigen Abend miteinander. Nach diesem anstrengenden, aber sehr lehrreichen und schönen Tag fielen wir erschöpft in unsere Betten.

    Am Sonntag ging es wieder früh weiter, die Besichtigung des Konzentrationslagers Buchenwald stand an. Mit dem Bus dort angekommen machte sich auf dem riesigen Gelände direkt eine trübe und triste Stimmung in unserer sonst so lustigen und lauten Truppe breit. Auch hier erfolgte die Besichtigung per Audio Guide und in Form eines Kurzfilmes, den wir vorher zu sehen bekamen. Das große Gelände zeigt viele Überreste von Gebäuden mit den entsprechenden Erklärungen dazu, viele anschauliche Quellen, Fotos, Berichte, Originalkleidung und die Verbrennungsöfen; auch die Geschichten von Einzelschicksalen, machten eindrücklich klar, welch schlimmes Verbrechen sich hier abspielte. Wir haben viel über die schrecklichen Zustände des Lagers und der dort inhaftierten Menschen gelernt. Trotz der bedrückenden Stimmung vor Ort waren alle sehr interessiert und konnten viele, wenn auch traurige Erkenntnisse mitnehmen.

    Entsprechend nachdenklich ging es dann zum Mittagessen wieder in die Stadt zurück, wo wir die letzten gemeinsamen Stunden genossen. Gegen 17 Uhr ging dann unser Zug nach Düsseldorf , wo wir gegen 23.30 Uhr eintrafen und von unseren Familien abgeholt wurden. Wir alle wären gerne noch ein wenig länger zusammen in Weimar geblieben.
    Letztlich sollten wir dankbar sein, diese tolle Fahrt erlebt haben zu dürfen, welche uns nicht nur wieder viel Neues beigebracht hat, sondern ganz besonders auch unseren Kursverband gestärkt und gemeinsam mit unserem Lehrer Herr Dr. Steinfort eine noch tollere Gruppengemeinschaft geschaffen hat.

    Nele B.