Grüße aus dem Ausland (1): Kim schreibt aus Mexiko


Die Marienschule unterstützt Schülerinnen und Schüler, die eine Zeitlang im Ausland sind und dort zur Schule gehen. Wir beginnen eine Serie mit Berichten von ihren Eindrücken und geben jüngeren Schülern dadurch einen Einblick in einen Auslandsaufenthalt. Auch für ältere Schüler, die nach ihrem Abitur ins Ausland gehen möchten, können diese Berichte hilfreich sein:

 

Mein Jahr in Mexiko

 

Hallo! Mein Name ist Kim, ich bin 16 Jahre alt, und ich bin seit knapp drei Monaten in Mexiko. Ich mache hier einen Schüleraustausch mit der Organisation Rotary, in dem ich ein Jahr ohne meine Eltern hier in einer Gastfamilie lebe, um den normalen Alltag und die Kultur Mexikos kennenzulernen. Ich habe hier schon viele tolle Dinge erlebt und Erfahrungen gesammelt, die ich ohne diesen Austausch niemals bekommen hätte. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, unter anderem Austauschschüler aus aller Welt. In den nächsten acht Monaten habe ich vor ein paar Artikel über mein Jahr zu schreiben, über das, was ich erlebe, und was ich alles lerne.

 

Das Abenteuer beginnt…

Vor meinem Austausch hatte ich ehrlich gesagt große Angst vor dem Unbekannten, denn ich kannte meine Gastfamilie zwar vom Schreiben und auch vom Skypen her, aber ich wusste nicht, was mich genau erwartet, wie meine Schule ist, und wie die Leute und Mitschüler auf mich reagieren. Es fing also erst einmal mit dem Abschied von meiner Familie an. Das fiel mir zunächst nicht so schwer, weil ich nicht realisieren konnte, dass ich sie ein Jahr nicht sehen werde.

 

Am Flughafen in Deutschland mit den Austauschschülern aus meinem Distrikt.

 

Als ich dann mit den anderen Austauschschülern aus Deutschland, die ebenfalls nach Mexiko flogen, in das Flugzeug gestiegen bin, war es nur noch Vorfreude. Vorfreude auf das tollste Abenteuer meines Lebens. Nach ungefähr zwölf Stunden Flug und ein bisschen Verspätung sind wir dann in Mexiko City, der Hauptstadt von Mexiko, gelandet.

 

So hat mich meine Gastfamilie empfangen.

 

Meine Familie hatte bereits eine Stunde auf mich gewartet. Aber sie waren nicht genervt oder ähnliches. Sie waren im Gegenteil einfach nur froh, dass ich endlich da war. Es war mittlerweile schon mitten in der Nacht und deshalb sind wir nach kurzem Abhaken von meiner Organisation, dass ich nun da bin, auch nach Hause gefahren.

 

Meine Familie wohnt in Puebla, eine Stadt mit 1,4 Millionen Einwohnern und ungefähr zwei bis drei Stunden mit dem Auto von Mexiko City entfernt. Zuhause angekommen wurde mir dann das komplette Haus gezeigt und ich konnte meine Sachen auspacken. Ich habe dann auch direkt meine Gastgeschenke an meine Familie verteilt und sie haben sich so sehr darüber gefreut! Ich war direkt an meinem ersten Tag super glücklich und aufgeregt auf die nächsten Tage, Wochen und Monate.

 

Mit Freunden.

 

An meinen ersten Tagen hatte ich noch Sommerferien. Dies haben wir direkt genutzt, um mir ein bisschen von der Stadt zu zeigen und ein paar organisatorische Dinge zu organisieren, wie zum Beispiel meine Anmeldung hier in Mexiko. Ich bin froh, dass ich hier drei Gastschwestern habe (13, 15 und 19 Jahre), denn dadurch ist immer viel los im Haus, und es gibt immer jemanden mit dem ich etwas machen kann. Meine 15-jährige Gastschwester hat mir auch direkt ihre Freunde vorgestellt, wodurch ich dann auch direkt Freunde hatte.

 

Der erste Vorschultag, um die Schule spielerisch kennenzulernen.

 

Hier in Mexiko sind die Menschen alle so offen und sind direkt mit dir befreundet, wenn du sie auch nur 10 Minuten kennst. Außerdem nehmen sie Rücksicht darauf, wenn man die Sprache noch nicht kann. Hier in Mexiko sprechen die Menschen Spanisch, und auch wenn ich vor dem Jahr ein Jahr Spanisch in der Schule hatte, konnte ich mich anfangs nur auf Englisch verständigen. Das geht aber auch nicht überall. Es kommt darauf an in welchem Teil Mexikos man ist. Hier in Puebla gibt es viele gute Universitäten und Schulen, sodass die meisten Schüler und auch viele Erwachsene hier Englisch können. Zudem sind hier viele Standorte von großen Firmen, wie zum Beispiel Volkswagen, sodass hier auch viele Leute Deutsch sprechen oder Deutsch lernen.

 

Meine ersten Tage hier in Mexiko haben mir auf jeden Fall gezeigt, dass meine ganzen Sorgen total unbegründet waren, denn ich war so viel beschäftigt und interessiert durch all die neuen Eindrücke, dass ich gar nicht so viel über Zuhause nachdenken konnte.

 

In den Bergen.

 

Mehr demnächst!

 


Cornel van BebberAnsprechpartner: Cornel van Bebber

Datum: 26. November 2017 - 19:33 Uhr | Update: 26. November 2017 - 22:55 Uhr

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