Jugend forscht: Marienschüler werden in Biologie, Chemie, Technik und Arbeitswelt besonders ausgezeichnet


+++ Engagierte und erfolgreiche Marienschüler/innen konnten beim Wettbewerb Jugend forscht überzeugen +++
+++ Vier zweite Plätze in den Fachbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie und Technik +++

An der Bischöflichen Marienschule arbeiten engagierte Jungforscher/innen, das wurde auch beim diesjährigen Regionalwettbewerb Jugend forscht deutlich. Insgesamt stellten 62 Schüler/innen ihre 29 Forschungsarbeiten in den Wettbewerbssparten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Physik und Technik vor.


Lotta Sänger, Julia Waßenberg und Elisabeth Behrendt gingen in umfangreichen und langwierigen Untersuchung der Fragestellung „Der Krebs im Keks – Acrylamid in Lebensmitteln“ nach.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für instrumentelle Analytik der Hochschule Niederrhein gelang es ihnen schließlich, eine Analysemethode zu entwickeln, mit der sie feststellen konnten, welche Backbedingungen/ -zutaten die Acrylamidentstehung beim Backen von Plätzchen begünstigen. Aufgrund ihrer Ergebnisse geben die Jungforscherinnen konkrete Empfehlungen, wie der „Krebs im Keks“ vermeidbar ist. Ihre Mühen wurden mit einem 2. Preis im Fachbereich Chemie belohnt, den das Team als Ansporn sieht, ihre Forschungen fortzusetzen.


Philipp Sous, Leonard Noack und Philipp Schattka entwickelten einen smartRollator, der das Unfallrisiko für Menschen mit eingeschränkten Seh- oder Reaktionsfähigkeiten bei der Nutzung eines Rollators um ein vielfaches reduziert.

Dazu entwickelten sie einen Gefahrensensor für Rollatoren, der aus einer in Eigenregie programmierten Platine, sowie drei Sensoren und mehreren LED-Leuchten als Warnzeichen besteht. Die Stromversorgung erfolgt autark durch einen Akku oder eine Batterie. Dabei ist das System wasserabweisend und hält aufgrund der robusten Bauweise verschiedensten Witterungsverhältnissen stand. Das System wurde an einem vom reha team West GmbH & Co. KG gesponserten Rollator eingebaut, so dass an diesem Prototypen die Funktionsfähigkeit des Systems gezeigt werden konnte. Ihre Arbeit wurde mit einem 2. Preis im Fachgebiet Technik ausgezeichnet.


Jolina Pfeifer und Sophie Marker waren unsere jüngsten Teilnehmerinnen im diesjährigen Wettbewerb. Sie starteten mit Fachbereich Arbeitswelt und entwarfen mit viel Liebe zum Detail ihr Spiel „Europoly„, ein Lernspiel, mit dem z.B. Geographiekenntnisse leichter erarbeitet werden können oder das Erlernen unregelmäßiger englischer Verben nachweislich leichter fällt. Wie ansprechend das Spiel ist, zeigte sich auch am Wettbewerbstag, wo zahlreiche Besucher aller Altersgruppen das Spiel mit viel Freude ausprobierten und die Jungforscherinnen ermutigt wurden, das Spiel weiterzuentwickeln. Auch die Jury belohnte die kreative Idee und erfolgreiche Umsetzung mit einem 2.Preis.


Ebenfalls einen 2.Preis allerdings im Fachbereich Biologie gewannen Alexandra Schmitz, Theresa Kaebe und Noemi Rosenthal, die auf ihrem Projekt des Vorjahres aufbauten und der Frage nachgingen „Hygienisch? Du spinnst doch! Wirkt ein Spinnennetz wirklich bakterizid?“.

Anders als im Vorjahr haben sie Spinnenseide dieses Jahr von einem Spinnenzüchter besorgt, da sie im letzten Jahr aufgrund von verschmutzen Spinnennetzen zu uneindeutigen und somit nicht verwendbaren Ergebnissen kamen. Zudem nutzen Sie anstelle der aus Milchprodukten isolierten Milchsäurebakterien Staphylococcus epidermidis ATCC, der als Reinkultur bekannte Eigenschaften wie z.B. die für den Versuch wichtigen Sensibilität gegen die Antibiotika Oxacyllin und Gentamycin aufwies.

Ihre umfangreichen mikrobiologischen Untersuchungen konnten weder eine antibakterielle, noch eine fungizide Wirkung von Spinnenseide nachweisen. Die Schülerinnen sehen aber durchaus die Möglichkeit auf Grundlage der bisherigen Ergebnisse weiterzuforschen, wenn sie die Möglichkeit finden, in einem entsprechend ausgerüsteten Labor zu arbeiten.

Neben unseren Preisträgern möchte ich an dieser Stelle auch allen anderen jungen Forscherinnen und Forschern danken, die ihren Fragestellungen mit Fleiß und Engagement nachgegangen sind. Viele von Euch waren zum ersten Mal dabei, haben sich dem Wettbewerb gestellt und sind sicherlich mit vielen neuen Eindrücken und Anregungen nach Hause gefahren. Es kann nicht jeder einen Preis gewinnen und manches Mal fehlte sicherlich auch gar nicht viel. Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch ein Beispiel an der Gruppe „Der Krebs im Keks-Acrylamid in Lebensmittel“ nehmt, die aus ihren Erfahrungen gelernt hat und nun bei ihrer 4. Teilnahme im Wettbewerb einen Preis gewinnen konnte und weiterforschen wird.


Ansprechpartner: Lydia Sonntag-Werkes

Datum: 8. März 2017 - 22:32 Uhr | Update: 10. November 2017 - 12:35 Uhr

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