UPDATE: Kaiserwetter für die Piefkes – die Theater AG auf Probenfahrt in Wien


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„Bitte machen Sie die Türen frei, Sie behindern die Abfahrt der Tram!“ Mit einer Gruppe von 23 Personen im Wiener Stadtverkehr unterwegs zu sein, ist schon nicht einfach. So richtig herausfordernd wird es jedoch dann, wenn auch noch ebenso viele Gepäckstücke ihren Platz in der Straßenbahn – die hier Tram heißt – finden müssen. Da bleibt schon einmal der an sich flott laufende Fahrbetrieb stecken und die Österreicher feixen in ihrer charmant granteligen Art über die Piefkes – so werden wir Deutschen liebevoll von unseren Nachbarn genannt.

Aber trotz stressigem Umsteigen am Ende haben wir die zehnstündige Anreise unserer Theaterfahrt in die österreichische Hauptstadt gut überstanden und sind tatsächlich mit allen am Freitagnachmittag in unserem Hostel eingetroffen. Nach dem Check-in fuhren wir gemeinsam zu einer ersten Besichtigung in die Innenstadt zum Stephansdom.

Am Samstagmorgen begann unser Tag mit einem guten Frühstück und müden Gesichtern und natürlich mit der ersten Probeneinheit. So dachten wir zumindest, aber leider gab es den ursprünglichen Proberaum nicht mehr: „Der gehörte eh nicht zum Hostel.“ Und so mussten wir in den Frühstücksraum ausweichen. Da haben wir dann unser Stück, das von dem Projektkurs der Q1 geschrieben wurde, in Rollen gelesen und uns in das Gesamtgeschehen hineingefunden. Die ersten Szenen wurden aufgebaut und gespielt und mittags sind wir dann gemeinsam in einem Lokal essen gegangen. Nach ein bisschen Freizeit ging es auch schon weiter mit den Proben. Stück für Stück haben wir die einzelnen Szenen durchgearbeitet und verstanden.

Abends sind wir ins Burgtheater gegangen und haben uns eine Neuversion von „Medea“ angeschaut. Dort ging es um eine Frau und deren psychische Konflikte mit ihrer Familie. Einige fanden das Stück ganz schön heftig, da die weibliche Hauptfigur ihre Kinder umbringt, nur damit der untreue Ehemann sie nicht mehr hat. Die Schauspieler haben aber sehr gut gespielt. Es war interessant, neue Einblicke in die Theaterwelt zu bekommen.
Der nächste Tag begann wieder mit einem guten Frühstück, aber deutlich müderen Gesichtern. Wir nutzten das schöne Wetter – Kaiserwetter, wie die Österreicher sagen – und machten einen Ausflug zum Schloss Schönbrunn. Wieder im Hostel ging die Probe weiter und mittags dann zu einem typischen Wiener Restaurant. Nach einer Pause, in der einige die Stadt erkundeten, wurde wieder fleißig an den Szenen gefeilt und neue Ideen eingebracht. Den Abend verbrachten wir dann zusammen im Hostel, einige waren auf ihren Zimmer, andere spielten Billard.

Montagmorgen haben wir noch einmal die letzten Szenen geprobt und schließlich das ganze Stück durchgespielt. Mit gutem Gefühl haben wir uns dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Dort hatten wir noch etwas Zeit, um etwas zu essen und uns für die Zugfahrt zu versorgen. Die letzten Stunden der Fahrt verbrachten wir mit viel Lachen.

Schlussendlich war es eine sehr erfolgreiche und lustige Fahrt. Wir haben gute Fortschritte gemacht und blicken auf ein gutes Stück. Die Fahrt hat uns geholfen, uns genau auf das Stück zu konzentrieren. Dazu hat sie aber auch die Gemeinschaft der AG und die Zusammenarbeit gestärkt. Auf ein tolles Theaterjahr!
Katharina S.


Ansprechpartner: Dr. Franz Steinfort

Datum: 17. Januar 2019 - 21:30 Uhr | Update: 2. Februar 2019 - 22:23 Uhr

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