ITG: Informationstechnologische Grundbildung

com@bms – die informationstechnologische Initiative der Bischöflichen Marienschule Mönchengladbach

Im Schuljahr 2004 beschloss die Marienschule ein Konzept (“com@bms”), das zur damaligen Zeit ebenso neu wie ehrgeizig war:

Zukünftig sollte kein Schüler mehr unsere Schule verlassen, ohne fundierte Kenntnisse in den Bereichen Textverarbeitung, Umgang mit einem Tabellenkalkulationsprogramm, Internetrecherche und Umgang mit einer Präsentationssoftware zu besitzen.

Seit 2005 durchlaufen daher alle Schüler:innen unsere ITG-Kurse. Diese sind verpflichtend, ITG ist also ein eigenes Fach an der Marienschule und wird auf dem Zeugnis ausgewiesen.

Organisation

Die Initiative com@bms wird in den Jahrgangsstufen 6, 7 und 8 durchgeführt (In der Jahrgangsstufe 5 erfolgt im Informatik-Unterricht eine Vorbereitung). Der Unterricht wird zweistündig (Doppelstunde) erteilt, wobei gemäß der Anzahl der Klassen pro Jahrgangsstufe das Schuljahr in entsprechende Sequenzen unterteilt wird (z.B. bei 5 Klassen pro Jahrgangsstufe entstehen so fünf Sequenzen, die als ITG-Kurse auf dem Stundenplan gekennzeichnet sind), wobei jede Sequenz etwa 7 – 8 Wochen umfasst. Die Sequenzen werden inhaltsgleich gestaltet, sie werden von einer Lehrkraft unterrichtet, lediglich die Klassen wechseln.

Themen

  • Jahrgangsstufe 6: „Internetrecherche und Präsentation“
  • Jahrgangsstufe 7: „Tabellenkalkulation“
  • Jahrgangsstufe 8: „Textverarbeitung“

Materialentwicklung

Diese Organisationsstruktur, durch die die Schüler:innen in 7 – 8 Doppelstunden fundierte Kenntnisse in dem jeweiligen Bereich erwerben sollen, erforderte Materialien, die die Schule selbst entwickelte.

Lernzielüberprüfung

Jede Sequenz endet mit einer Lernzielkontrolle. Für den Bereich Textverarbeitung z.B. müssen die Schüler:innen in Partnerarbeit vorgegebene Texte, Bilder und Grafiken im Zeitungsstil formatieren und präsentieren sowie aus Datenmaterial eine Tabelle erstellen, formatieren und einfügen.

Im Bereich der Internetrecherche und Präsentation muss eine Erarbeitungsvorstellung erfolgen.

Bei Tabellenkalkulationen erfolgt die Überprüfung neben der Vorstellung im ITG Unterricht auch im Mathematik Unterricht, wo deren Umsetzung in Diagramme erfolgt.

Der erfolgreiche Abschluss einer Sequenz wird mit einem Zertifikat dokumentiert, das unter dem Titel „Certificate of Media Experience“ firmiert und das Thema der betreffenden Sequenz aufführt.

Schließt ein Schüler alle drei Sequenzen erfolgreich ab, wird ihm das „Certificate of Media Excellence“ ausgehändigt.

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Weiterentwicklung

Das von uns entwickelte Konzept wurde bereits von anderen Schulen übernommen und hat somit Pilotcharakter. Seit dem Bistumstag 2019 gibt es in ITG einen intensiven Austausch mit einer anderen Bistumsschule.

Schon vor der Corona-Pandemie wurden Teile des Konzepts als freiwilliges Homeschooling-Angebot konzipiert, wodurch sich mehr Möglichkeiten zur individuellen Förderung im ITG-Präsenzunterricht ergaben.

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