MINT in München: Physik-LK prüft mit Ultraschall

MINT in München: Physik-LK prüft mit Ultraschall
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Mit Ultraschall ins Innere blicken: Leonard und Frederik bei der Arbeit.

Den Aufenthalt in München während der Studienfahrt nutzte der Physik-LK zu einer besonderen Exkursion: Über die Mitgliedschaft im MINT-EC-Netzwerk war ein Kontakt zur DGZfP entstanden, der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V.

Hier erfuhren die Schüler, wie man Materialien untersucht, ohne sie zu ruinieren. Nele Reusrath, eine Teilnehmerin, berichtet von der Exkursion:

Am 06.09.2016 um 9.00 Uhr begab sich unser Physik-Leistungskurs zur Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. (DGZfP), um dort einen Einblick zu bekommen, wie die unterschiedlichen Werkstoffprüfungen ablaufen.

 

Dort angekommen, wurden wir erst einmal herumgeführt, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen. Ein Mitarbeiter des Unternehmens, Herr Keser, zeigte uns dann die Sichtprüfung (VT), welche Informationen über die Oberfläche der Schweißnähte liefert und mit dem menschlichen Auge oder unter Nutzung optischer Hilfsmittel durchgeführt wird. Dabei wurde darauf geachtet, wie die Oberflächenbeschaffenheit der Schweißnaht ist, um Fehler zu entdecken. Hier werden dann Erkenntnisse gewonnen, die eine wichtige Rolle für alle nachfolgenden Prüfverfahren sind.

 

Danach ging es weiter zur Eindringprüfung (PT), welche einen Nachweis von zur Oberfläche hin offenen Materialtrennungen gibt. Dabei werden die Kapillarkräfte von feinen Oberflächenrissen und Poren genutzt, um diese sichtbar zu machen.

 

Nach einer kurzen Mittagspause folgte das Ultraschallverfahren, wo wir selber mit arbeiten durften. Beim Ultraschallverfahren wird die Inhomogenität der Oberflächen eines Prüfgegenstandes aus schallleitfähigen Werkstoffen geprüft. Hier konnten wir alle in 2er Teams an Ultraschallgeräten arbeiten und auf Fehlersuche in den Metallkörpern gehen. Durch Reflexion, Abschattung, Brechung oder Schwächung beim Auftreffen auf Grenzflächen wird die Analyse wirklich schwierig. Ziel war es aber, die Lage, Form und Größe der Fehlers zu bestimmen. Herr Keser überzeugte uns anschließend von der Wichtigkeit der Prüfung, indem er uns eine quasi explodierte Turbine zeigte. Die Trümmer lagen kilometerweit vom Kraftwerk entfernt in einem Feld.

 

Nach 4 Stunden intensiven Einblicken in die zerstörungsfreien Prüfungen machten wir uns wieder auf den Weg.

DGZfP

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