Kooperation mit der Uniklinik Köln: Nephrolab


Vincent, Lars und Moritz untersuchen fachmännisch und im Beisein von Prof. Dr. Bernhard Schermer eine Niere.

Vincent, Lars und Moritz untersuchen fachmännisch und im Beisein von Prof. Dr. Bernhard Schermer eine Niere.

„Kriegen Sie jeden Tag Aufträge aus der Klinik oder haben Sie auch mal nichts zu tun?“ wollte die Achtklässlerin Melissa von Prof. Dr. Schermer wissen. Und mit „Haben Sie eigentlich mit Ihrer Forschung schon einmal einen Erfolg erzielt?“ hakte Edmon nach.

Prof. Schermer antwortet dann den Schülern gewitzt und ausführlich. Mit ihm und dem Nephrolab der Uniklinik Köln (Klink II für Innere Medizin) hat die Marienschule einen Kooperationspartner, der auf höchstem internationalen Niveau (erfolgreiche Excellence-Initiative der Uni) mit genetischen und medizintechnischen Methoden Nierenkrankheiten erforscht. Das Nephrolab war beispielsweise eine der ersten Forschungseinrichtungen, die das nobelpreisverdächtige CRISPR/Cas-System erfolgreich zur Erzeugung gentechnisch veränderter Organismen eingesetzt hat. Diese sind zur Erforschung vererbbarer Nierenkrankheiten nötig.

Im Rahmen der Kooperation unterrichtete Prof. Dr. Schermer gemeinsam mit einem Biologielehrer eine achte Klasse. Daneben unterstützt er uns bei Facharbeiten und Betriebspraktika.

Wichtig für uns ist aber auch die Fortbildungsmöglichkeit für unsere Biologie-Lehrer. Gerade in der Genetik sind Biologie-Lehrerinnen und -Lehrer rasch nach dem Studium nicht mehr auf dem neuesten Stand, denn dafür ändert sich in der Genetik zu viel und zu schnell. Mit dieser Kooperation ergibt sich die Chance einer internen fachlichen Fortbildung für unsere Biologie-Lehrer und -Lehrerinnen, auf der neueste Erkenntnisse vermittelt werden können, wovon der Biologie-Unterricht profitiert.

Übrigens: in seiner Antwort auf die Frage nach dem Erfolg legt Prof. Schermer Wert darauf, dass Wissenschaft immer Teamarbeit sei und sein Labor zusammen mit 20 – 30 anderen Laboren weltweit gemeinsam Erfolge in der Aufklärung von Nierenkrankheiten feiern konnte. So arbeiten er und 35 Mitarbeiter an verschiedenen Projekten, die zum Teil nur wenige Wochen, oft aber viele Jahre laufen.

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Cornel van BebberAnsprechpartner/in: Cornel van Bebber

Datum: 23. April 2016 - 15:15 Uhr | Update: 3. Juli 2016 - 12:05 Uhr