„Mitmenschen“ – ein soziales Projekt zur Integration von Kindern aus Zuwandererfamilien


Das Projekt „Mitmenschen“ ist ein kooperatives Projekt der Katholischen Hauptschule Stadtmitte und der Bischöflichen Marienschule.

Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 wurde an der Katholischen Hauptschule Stadtmitte (KHS) ein Lernzentrum zur Vermittlung von Deutsch als Zielsprache aufgebaut. Seitdem werden dort vier Lerngruppen mit jeweils ca. 15 Schülerinnen und Schülern im Erwerb der deutschen Sprache gefördert, um auf den Regelunterricht einer Schule der Sekundarstufe II vorbereitet zu werden.

Die Lerngruppen setzen sich im Alter von 12-16 Jahren und unterschiedlichster Herkunft zusammen. Kinder verschiedener Religionszugehörigkeit aus Syrien und dem Irak lernen gemeinsam mit Kindern aus Ost- und Südosteuropa, Nordafrika, Afghanistan und vielen anderen Ländern.

Im Rahmen des Projektkurses „Mitmenschen“ lernen unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 einmal wöchentlich eine Stunde mit den Schülern der KHS – sowohl in Kleingruppen als auch in selbst geplanten und durchgeführten Unterrichtsstunden, z.B. zu den Themen „Bildbeschreibung“, „Arztbesuch“ oder „Einkauf im Supermarkt“.

Unsere Q1-Schüler beweisen hierbei großes Engagement und sind eine wertvolle Unterstützung. Da viele Kinder aufgrund ihrer Migrations- oder gar Fluchtgeschichte sehr still und schüchtern sind, werden sie durch das Lernen mit etwa Gleichaltrigen mutiger und fühlen sich besser wahrgenommen und unterstützt. Unsere Schüler setzen bei ihrem Lernerfolg auf das Motto: „Lernen soll Spaß machen!“ Spiele, die zur Sprachförderung dienen, werden daher gerne in ihrem Unterricht eingesetzt. Und auch an Karneval haben sich unsere Schüler etwas Besonderes einfallen lassen: Karnevalslieder wurden in einer Polonaise gesungen und Süßigkeiten bei einem kräftigen „Halt Pohl“ geworfen!

Flüchtlinge und Marienschüler beim Üben einer Polonaise zu Karneval.


Ansprechpartner/in: Annika Kolle

Datum: 3. März 2017 - 11:09 Uhr | Update: 12. Mai 2017 - 20:15 Uhr