Suchtprävention


Suchtprävention wird in der BMS sehr ernst genommen. Die Lehrerinnen und Lehrer der BMS gehen von einem weiten Begriff von Sucht aus. Sucht im Verständnis des Kollegiums meint nicht nur Drogensucht, sondern schließt die vielfältig möglichen anderen Süchte von Menschen mit ein.
Suchtverhalten kann viele Ursachen haben. Auch problematische Erfahrungen innerhalb des schulischen Alltages können junge wie ältere Menschen in die Sucht führen. Die Marienschule verfolgt ein Konzept der Suchtprävention, das aus diesem weiten Verständnis von Sucht folgt.

Insofern soll sich Suchtprävention keineswegs primär darauf beschränken, über Suchtmittel und ihre Gefahren möglichst kompetent aufzuklären. Vielmehr strebt die Schule an, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeit zu stärken und zu ermutigen, als individuelle Person eigene Wege auch gegen vielfältige Einflüsse gehen zu wollen und zu können. Diese Aufgabe ist komplex und fordert von allen Lehrerinnen und Lehrern der Schule besondere Sensibilität und Einfühlungsvermögen. Die Lehrerinnen und Lehrer der BMS sind bereit, im Sinne dieser Aufgabe kontinuierlich selbst weiter zu lernen.

Direkte Initiativen

Das Thema Sucht findet Berücksichtigung in verschiedenen Jahrgängen in unterschiedlichen Fächern. Die Schüler werden ausführlich über Suchtgefahren oder auch Entstehungsbedingungen von Sucht aufgeklärt (Biologie-, Religions-, Deutsch, Pädagogik-Unterricht).

Darüber hinaus wird ein enger Kontakt mit der Polizei Mönchengladbach und der Drogenberatung Mönchengladbach gepflegt. Seit vielen Jahren wird von Mitarbeitern der Polizei und der Drogenberatung in der Marienschule eine dreistündige Unterrichtseinheit für die siebten Klassen zum Thema Suchtprophylaxe durchgeführt. Inhaltlicher Schwerpunkt ist hier die Information zum Alkoholkonsum.

Es hat sich allerdings herausgestellt, dass gerade für Jahrgangsstufen der älteren Schülerinnen und Schüler ein Informationsbedarf zu Drogen über den Alkoholkonsum hinaus besteht. Auch von Elternseite wurde der Wunsch geäußert weitere Unterrichtseinheiten für die höheren Jahrgangsstufen anzubieten.

Diesem Wunsch ist die Marienschule nachgekommen. Seit dem Schuljahr 2013/14 werden nun auch in den neunten Klassen dreistündige Informationsveranstaltungen durchgeführt. Allerdings ist hier der inhaltliche Schwerpunkt auf die Information über Drogen und zum Drogenkonsum im Allgemeinen erweitert worden.

Für die Eltern wird ein Informationsabend zum gleichen Thema angeboten, der ebenfalls von der Polizei Mönchengladbach in Zusammenarbeit mit der Drogenberatung Mönchengladbach gestaltet wird. Die Eltern haben an diesem Abend die Gelegenheit Fragen zu stellen, gegebenenfalls Möglichkeiten für Hilfen zu erfahren.

Indirekte Initiativen

Das Kollegium der BMS ist davon überzeugt, dass die vielfältigen außerunterrichtlichen Handlungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler mit dazu beitragen, Drogensucht zu vermindern. Insbesondere solche Aktivitäten, die den Schülerinnen und Schülern immer auch Selbstdisziplin und Konsequenz abverlangen – wie z.B. das Engagement in musischen Gruppen – können mit zu einer Persönlichkeitsbildung beitragen, die Drogensucht mit vermeiden helfen kann.

In diesem Sinne ist es wichtig, die vielfältigen außerunterrichtlichen und teilweise auch unterrichtlichen Aktivitäten der Schule auch unter dem besonderen Aspekt der Persönlichkeitsbildung zu betrachten und zu bewerten.


Ansprechpartner/in: Christiane Krings

Datum: 24. April 2016 - 12:44 Uhr | Update: 24. April 2016 - 12:44 Uhr