Schülervertretung unterstützt Straßenkinder in Uganda


Steffen, der ehemalige Schülersprecher der Marienschule, erhielt die folgende Nachricht von zwei anderen ehemaligen Marienschülern: Felix und Xenia. Die beiden halfen mit Spendengeldern der Schülervertretung unserer Schule in Uganda und berichten von ihrem Besuch:

Beißender Gestank, Straßen, die in Deutschland nicht einmal mehr als Feldwege durchgehen würden, die Luft voller Staub, Müll und Dreck und von den penetranten, allgegenwärtigen Fliegen ganz zu schweigen. Dies beschreibt zunächst einmal die Situation, in welcher Kinder und Familien in Ugandas größtem Slum leben.

Wir, Felix und Xenia, zwei ehemalige Marienschüler, machten uns im vergangenen Februar auf den Weg nach Uganda. Im Gepäck unter anderem 336€ Spenden für ein neues Hygiene-Projekt, angeregt und finanziert durch die Schülervertretung der Marienschule.

Erwähnen müssten wir nicht, dass die hygienische Situation katastrophal ist bei gut 1500 Menschen, zusammengepfercht auf engsten Raum unter unmenschlichen Bedingungen. Wir waren schockiert über die Zustände vor Ort, obgleich wir im Vorhinein viel durch Berichte Einheimischer über die Zustände im Slum gehört hatten.

Gemeinsam mit Dorothy Ngabirano und Joshua Makawa, beides langjährige ehrenamtliche Mitglieder Sant Egidio´s, schlugen wir uns durch den Wellblech-Dschungel. Neugierige Blicke hafteten an jedem Schritt, den wir taten. Alle rund 800 Kinder, welche in der Region Katwes leben, in der das Projekt Fuß gefasst hat, bekamen wir nicht zu Gesicht. Beim Durchqueren der vielen Gassen lässt sich aber erahnen, wie viele Menschen hier tatsächlich leben. Menschen, die nach Hilfe suchen und sich nicht ihrem Schicksal hingeben wollen. 

Sich dermaßen über eine simple Zahnbürste zu freuen, können wir uns nicht vorstellen. Doch für die Bewohner Katwes ist Hygiene essentiell für das Überleben. Wasser aus einem alten Rohr kurz über dem verdreckten Boden abzufangen, um rudimentär die Flüssigkeitszunahme für den geringsten Tagesbedarf zu decken ist für die Menschen dort der übliche Alltag.

Bei Krankheiten wie Cholera, welche sich immer weiter und schneller in solchen Gebieten verbreiten, kommt die Initiative der Schülervertretung wie gerufen. So können wir den Menschen gemeinsam ein Stück Lebensqualität zurück geben. Das Projekt umfasst derzeit die Anschaffung von Seife, Schwämmen und Zahnbürsten. Die Produkte werden von Dorothy und Joshua vor Ort in Uganda gekauft, regelmäßig im Slum verteilt und nach gründlicher Reinigung und Desinfektion wiederverwendet.

Neben der Bereitstellung von Lebensmitteln und Kleidung bieten ehrenamtliche Helfer nun regelmäßigen Zahnputz-Unterricht an.

Wir möchten uns, auch im Namen unserer ugandischen Freunde, für die Spenden und das Engagement der Schülervertretung bedanken.

Felix und Xenia, ehemalige Marienschüler


AvatarAnsprechpartner: Roman Förster

Datum: 17. September 2019 - 18:35 Uhr | Update: 16. September 2019 - 19:23 Uhr

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