So war die Schöpfungsfahrt 2020

So war die Schöpfungsfahrt 2020

 

Durch die Corona-Pandemie ging die Fahrt in diesem Jahr aus Gründen des Infektionsschutzes nach Hinsbeck und nicht nach Brüggen. Die deutlich schönere Jugendherberge war ein angenehmer Nebeneffekt, eine Untersuchung der Niers statt der Schwalm (wie in 2019) führte zu einer Änderung des Konzepts.

Victoria A. (Jgst. 9) berichtet von der Schöpfungsfahrt:

Auch dieses Jahr konnte trotz der Corona-Pandemie im Anschluss an die Sommerferien die Schöpfungsfahrt stattfinden, die letztes Jahr Premiere gefeiert hatte.

Ich möchte berichten, wie sie diesmal abgelaufen ist:

Biologische Untersuchungen

Die biologischen Untersuchungen haben einen großen Teil des Programms auf der Schöpfungsfahrt ausgemacht. Wir haben Wasserproben aus verschiedenen Gewässern, an denen wir auf dem Weg vorbeigekommen sind, genommen.

Zusätzlich haben wir am Nachmittag des ersten Tags in der Niers nach unterschiedlichen Wasserorganismen gesucht. Wir haben erstaunlich viele Flohkrebse, aber auch einige Libellenlarven und Wasserflöhe gefunden.

Ein amerikanischer Sumpfkrebs. Keine gute Nachricht für die Niers, denn diese nicht-heimische, invasive Art frisst die heimischen Tiere und später Pflanzen weg.

Aber eines der spannendsten Tiere, die wir an diesem Tag zu Gesicht bekommen haben, war ein relativ großer Flusskrebs, den einer der Teilnehmer der Fahrt geschickt mit einem Kescher eingefangen hatte und den wir anschließend alle bewundern konnten.

Geistliche Impulse

Da unsere Fahrt sowohl einen biologisch-chemischen als auch einen geistlichen Schwerpunkt hatte, haben wir während der gesamten Schöpfungsfahrt immer wieder geistliche Impulse von Herrn Londo bekommen, welche von der Schöpfung handelten.

Wir haben uns damit beschäftigt, ob die Schöpfung bis heute noch so ist, wie sie in der Bibel beschrieben wird, oder ob der Mensch sie bereits beeinflusst hat. Dies haben wir mit Hilfe der Untersuchungen feststellen können.

Gottesdienst unter freiem Sternenhimmel

An unserem zweiten Abend haben Pfarrer Schlütter zusammen mit Herrn Londo einen Gottesdienst mit uns unter freiem Himmel gefeiert. Für eine schöne Atmosphäre haben wir alle die Taschenlampen auf unseren Handys angemacht. Wir haben den Gottesdienst und den entspannten Abend gemeinsam unter einem wunderschönen Sternenhimmel genossen.

Chemische und biologische Untersuchungen in der Jugendherberge

In der Jugendherberge haben wir die chemischen Untersuchungen der Wasserproben angefangen. Dafür haben wir den pH-Wert, den Ammoniumwert und den Phosphatwert des Wassers bestimmt und sind zum Entschluss gekommen, dass das Wasser der Niers trotz der rechtlichen Vorschriften relativ viel Phosphat enthält und damit mäßig belastet ist. Weil auch schon die biologische Untersuchung eine mäßige Qualität ergaben, vergaben wir der Niers als Schulnote nur eine 4 bis 5.

Außerdem haben einige Mitschüler mit einem Mikroskop Pflanzen und Einzeller untersucht, die wir in der Niers gefunden hatten.

Auf einer Radtour hatten wir auch eine Heidefläche kennen gelernt und eine Bodenprobe entnommen. Die Heidepflanzen können nur existieren, wenn der Boden sehr nährstoffarm ist. Daher untersuchte eine Gruppe die Bodenprobe von einer Heidelandschaft und verglich sie mit einer von einem benachbarten, gedüngten Acker. Tatsächlich ist der Heideboden bei Weitem nicht so fruchtbar wie der Ackerboden, was für die Heide sehr gut ist.

Neben diesen spannenden Versuchen haben andere Gruppen weiter interessante Experimente gemacht und alle Teilnehmer hatten großen Spaß.

Fahrt mit dem Fahrrad

Das Fahrrad war, abgesehen von dem Anhänger, mit dem Herr Wollenweber unser Gepäck zur Jugendherberge und zurück zur Schule gebracht hat, unser wichtigstes und einziges Transportmittel, mit dem wir insgesamt über 70 Kilometer über die drei Tage zurückgelegt haben. Neben drei platten Reifen ist die Fahrradfahrt reibungslos verlaufen. Das liegt auch daran, dass wir viele Pausen gemacht haben und auf dem Rückweg sogar an einer Eisdiele in Dülken anhielten.

Freizeit in der Jugendherberge

Nach unserem ersten Abendessen und einem geistlichen Impuls hatten wir Freizeit. So konnten wir in Ruhe in großer Runde Spiele spielen und unseren ersten Tag zu Ende gehen lassen. Am zweiten Tag bekamen wir am Abend auch Freizeit, die wir auf dem Spielplatz gegenüber von der Jugendherberge zusammen mit unseren Lehrern und Seelsorgern verbrachten.

Reflektion

Auf dem Rückweg haben wir angehalten, um eine Reflektion der gesamten Fahrt zu machen. Dafür haben wir ein Spiel gespielt, bei dem wir unseren Schuh werfen mussten. Je weiter er geworfen wurde, desto besser fand man den genannten Aspekt. Insgesamt haben alle ein sehr positives Feedback abgeben können.

Zusammenfassend hatten wir alle eine schöne Zeit auf der Fahrt und sie war – wie letztes Jahr auch –  ein voller Erfolg!

 

Über den Ansprechpartner

Cornel van Bebber

Cornel van Bebber

Biologie, Chemie, ITG

Herr van Bebber ist verantwortlich für die MINT-Förderung, die Newsletter, die Homepage, digitale Medien an der Schule und dem Medienkonzept und Mitglied der Redaktion der Marienschulnachrichten. Außerdem ist er Klassenlehrer der 8c und LK-Chemie-Lehrer der Q1. Er unterrichtet Chemie, Biologie und ITG.

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