Speed-Dating mit Politikern

Speed-Dating mit Politikern

Fünf Schüler. Ein Politiker. Zehn Minuten um die Jugend von sich zu überzeugen.

Das war das Prinzip des politischen Speed-Datings, das im Rahmen des RP-Projektes „Deine Stimme zählt” am 26. April im Gebäude der NEW stattfand. Dabei konnten insgesamt 24 Mönchengladbacher Schüler und Schülerinnen vier Politikern und einer Politikerin Fragen stellen, die ihnen unter den Nägeln brannten. Darunter waren wir mit insgesamt sechs Schülern und Schülerinnen aus unserer Jahrgangsstufe Q1 vertreten.

 

Hans-Willi Körfges (SPD), Jochen Klenner (CDU), Andreas Terhaag (FDP), Lena Zingsheim (Grüne) und Torben Schultz (Linke) stellten sich den Fragen der Schüler und Schülerinnen. Die Vertreter der AFD hatten für diese Veranstaltung aus terminlichen Gründen abgesagt.

 

Sobald jeder Politiker fünf Jugendliche um sich versammelt hatte, ging es auch schon los mit der Speed-Dating-Fragerunde. Jetzt hieß es für die Landtagswahlkandidaten mit allen Mitteln um die Sympathien der Schüler und Schülerinnen zu kämpfen: ob mit dem Versprechen von digitalerem Unterricht, mehr Freizeitangeboten für Jugendliche oder Werbekulis – nichts blieb unversucht. Nach zehn Minuten kam das Zeichen zum Speeddating-Wechsel und es ging zum nächsten Politiker. Bei so vielen Fragen konnte die Zeit schon einmal knapp werden. Besonders interessiert waren die Jugendlichen an der G8-/G9-Debatte, Digitalisierung, Flüchtlingsintegration und der Inneren Sicherheit. In vielen Bereichen ähnelten sich die Aussagen der fünf Politiker. So war z.B. kein absoluter G8- oder G9-Befürworter unter den Politikern. Nur Torben Schultz (Linke) stach mit seiner Position einer „Schule für alle“ in der Debatte heraus. Hierbei soll bis zur zehnten Klasse keine Aufteilung in die unterschiedlichen Schulformen (Gymnasium, Realschule etc.) stattfinden.

 
Auch die Digitalisierung des Unterrichts wurde von allen Politikern befürwortet. Des Weiteren waren lebenspraktische Fächer im Gespräch. Andreas Terhaag (FDP) plädierte für Informatik und Wirtschaft als Pflichtbelegung in der Schule, damit junge Erwachsene nicht nur den „Faust“ analysieren, sondern auch eine Steuererklärung abgeben könnten. Neben anderen Themen lag die Förderung der Mönchengladbacher Kulturlandschaft Lena Zingsheim (Grüne) und Hans-Willi Körfges (SPD) am Herzen. Jochen Klenner (CDU) sicherte sich die Sympathien der Schüler und Schülerinnen unter anderem durch die Unterstützung des Internetausbaus.


Nachdem jeder Schüler und jede Schülerin jedem Politiker seine Fragen stellen konnte, wurde gewählt. Wer hatte die Jugendlichen am meisten überzeugt? – Jochen Klenner von der CDU wurde mit Abstand zum besten „Date“ gewählt, gefolgt von Lena Zingsheim. Also vielleicht eine schwarz-grüne Koalition? Wie zukunftsweisend (oder auch nicht) das Votum der Gladbacher Schüler und Schülerinnen ist, wird sich am 14. Mai bei der Landtagswahl in NRW herausstellen.
Cara Jeschka

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