Vom Hauch der Geschichte angeweht – die Theater AG auf Probenfahrt in Leipzig


Am Donnerstagmorgen trafen wir uns voller Vorfreude am Bahnhof in Düsseldorf. Von dort fuhren wir über Frankfurt nach Leipzig. Nach der Ankunft wollten wir direkt in die Stadt einen Rundgang machen und wurden nicht enttäuscht.

Die Bücher-, Bach- und Messestadt ist sehr schön und historisch. Von Europas größtem Kopfbahnhof ging es durch die Fußgängerzone zur Thomaskirche und zum Augustusplatz mit dem höchsten Hochhaus der Stadt und dem Unicampus. Abends aßen wir dann gemeinsam in einem tschechischen Restaurant.

Am Freitag starteten wir dann mit einem guten Frühstück in den ersten Probentag an historischer Stätte: Als Proberaum durften wir den Gemeindesaal der Nicolaikirche nutzen, in der im Herbst 1989 die Friedliche Revolution der ehemaligen DDR begann. Wir verschafften uns zunächst einen Überblick über unser neues Stück und die einzelnen Rollen. In dem Stück, das der Projektkurs geschrieben hat, geht es um Drogen und darum, wie schnell man in die Drogenszene abrutschen kann. Sehen konnten wir das auch vor Ort, denn auch in Leipzig sammeln sich Drogenabhängige und Wohnungslose am Bahnhof.

Nach der ersten Textbesprechung gingen wir gemeinsam Mittagessen. Nachmittags fingen wir dann an intensiv zu proben. Später am Abend ging es für uns dann Richtung Volksbühne in ein alternatives Stadtviertel mit vielen kleinen Läden und Kneipen. Das Theaterstück namens „FUN!“ war eine abstrakte Reise durch die Welt des Rummels mit vielen tänzerischen Elementen und bunten Lichtern. Teilweise war es ganz schön spannend, weil auch das Publikum mit einbezogen wurde.

Den kompletten Samstag verbrachten wir mit Proben und Essen :). Am Abend jedoch waren wir im Leipziger Schauspielhaus und schauten uns die Premiere von „Mein Freund Harvey“ an. Diese Produktion bildete mit Bühnenbild, Kostümen und richtiger Handlung einen Kontrast zum Vortag. Mein persönliches Highlight war der Butler, weil er ohne Text, aber mit seinen Slapstick-Einlagen für gute Unterhaltung sorgte.

Am Sonntag traten wir die gemütliche Heimreise an. Ich werde die Fahrt lange in guter Erinnerung behalten. Wir haben auch außerhalb des offiziellen Programms sehr viele lustige Dinge erlebt und Erfahrungen gesammelt. Einige von uns waren auf dem Völkerschlachtdenkmal, andere sind am Sonntag in der Nikolaikirche in einem Chorkonzert gewesen. Die Atmosphäre in der Gruppe war entspannt und ausgelassen. Während wir bei den Proben konzentriert und produktiv waren, konnten die Freizeiten umso cooler und witziger sein. Sogar für den ein oder anderen Deeptalk war abends im Zimmer Zeit.

Wir freuen uns schon darauf, das Ergebnis unserer intensiven Probenarbeit im Mai präsentieren zu dürfen.

Pia W., EF


AvatarAnsprechpartner(in): Dr. Franz Steinfort

Datum: 28. Januar 2020 - 23:03 Uhr | Update: 28. Januar 2020 - 23:03 Uhr

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