Bischöfliche Marienschule Mönchengladbach

(Weihnachts-) Grüße aus dem Ausland (2): Britany schreibt aus Thailand

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  • Meine Gastfamilie und Gastcousinen zusammen mit Britany (Mitte) im Grand Palace in Bangkok zum Gedenken an den König.

    Die Marienschule unterstützt Schülerinnen und Schüler, die eine Zeitlang im Ausland sind und dort zur Schule gehen. Wir haben eine Serie mit Berichten von ihren Eindrücken begonnen und geben jüngeren Schülern dadurch einen Einblick in einen Auslandsaufenthalt. Auch für ältere Schüler, die nach ihrem Abitur ins Ausland gehen möchten, können diese Berichte hilfreich sein.

    Diesmal berichtet Britany aus Thailand – und erklärt zum Schluss, warum sie dieses Jahr kein Weihnachtsfest, wie wir es kennen, feiern kann:

     

    Mein Jahr in Thailand

    Hallo erstmal,

    mein Name ist Britany, ich bin 15 Jahre alt und ich bin nun schon seit fast fünf Monaten in Thailand. Ich habe mittlerweile so viele Sachen erlebt und so viel Neues gelernt, dass es schon echt schwer ist, das alles zusammenzufassen.

     

    Es sind nicht alles nur schöne Sachen, und das war mir schon vorher bewusst. Niemand hat gesagt, dass ein Auslandsjahr leicht wird. Nichts desto trotz ist es unfassbar lohnenswert. So ziemlich alles, was ich hier erlebe, sind Erfahrungen, die mich hoffentlich noch lange begleiten und prägen werden und aus denen ich etwas lernen kann. Mit diesem Artikel hoffe ich Interessierten einfach einen guten Einblick in mein Auslandsjahr hier vermitteln zu können.

    Erste Gastfamilie ohne Sympathie

    Zuerst würde ich einfach mal von meiner Ankunft erzählen. Vom Flughafen abgeholt und die ersten Tage hier in Thailand beherbergt wurde ich von meiner Organisation YFU (Youth For Understanding). Am 4. Tag wurde ich dann von meiner ersten Gastfamilie abgeholt.

    3. Tag in Thailand: Auf der Welcome-Orientation mit den anderen Austauschschülern.

    Ich sage deswegen „erste“ Gastfamilie, da ich vor circa drei Monaten Gastfamilie, Schule und Provinz wechseln musste, da es mit meiner ersten Gastfamilie Schwierigkeiten gab. Beispiele dafür waren Missverständnisse, Meinungsverschiedenheiten und einfach keine Sympathie beiderseits.

     

    So wurde ich von meiner (neuen) Gastfamilie, meinen Lehrern und anderen Austauschschülern Willkommen geheißen.

     

    Demnach war es so, dass YFU und ich uns für den Wechsel entschieden haben. Und obwohl ich von einer an Bangkok grenzenden Großstadt ins rund 500km weiter gelegene, umso einiges ländlichere Dorf Pa Kum Koh in der Sukhothai-Provinz ziehen musste, war der Wechsel rückblickend definitiv die richtige Entscheidung.

    Meine Gastschwestern und ich mit traditioneller Kleidung in einem antiken Themenpark in Kanchanaburi.

    Loy Kratong Lichterfest.

    Englische Schule

    Nun zu meiner Schule: Viele, vor allem größere Schulen in Thailand bieten sowohl ein Thailändisches als auch ein Englisches Programm an. Wenn man im Englischen Programm ist, heißt das dann entweder, dass man besonders viel Englischunterricht hat oder, dass der Unterricht generell auf Englisch gehalten wird.

     

    Zumindest bei YFU ist es so, dass man sich nicht aussuchen kann, in welches Programm man kommt, und bei mir ist es so gewesen, dass ich sowohl in meiner alten Schule als auch in meiner jetzigen Schule im Thai-Programm bin.

     

    Mein erster Schultag und meine erste Klasse.

    Im Endeffekt kann ich aber eigentlich nur glücklich darüber sein, da ich deswegen und dadurch, dass ich mich auch mit meiner Gastfamilie nur auf Thai verständige, die Chance habe echt schnell Thai zu lernen.

     

    Die Schulfächer, die hier unterrichtet werden unterscheiden sich eigentlich nicht groß von den Schulfächern in Deutschland. Die einzigen Fächer, die sich unterscheiden, sind „traditioneller Thai Tanz und Gesang“ und „buddhistische Meditation“. Ich denke, die Namen sind recht selbsterklärend.

     

    An circa der Hälfte der Unterrichtsfächer kann ich auch wirklich teilnehmen und produktiv werden, doch bei Fächern wie Mathematik, Physik und Sozialkunde bin ich meistens dazu gezwungen, mich selbst irgendwie zu beschäftigen oder habe gar Freizeit. Das ist allerdings auch gar nicht so schlimm, denn diese Stunden kann ich dann meistens zum Thai lernen nutzen.

     

    Weihnachten? Nicht in meiner Gastfamilie

    Für einige mag das jetzt vielleicht komisch klingen, doch ich feiere dieses Jahr gar kein Weihnachten.

     

    Meine Gastfamilie gehört, wie 95% der Bevölkerung Thailands dem Buddhismus an, was bedeutet, dass sie keine christlichen Feste feiern. Ich persönlich finde das nicht schlimm, da es noch genug buddhistische Feiertage gibt, die wir wiederum in Deutschland nicht haben, doch für viele Austauschschüler ist das recht hart, da das wiederum zu Heimweh führen kann. Das buddhistische Neujahr findet erst im April statt. Das westliche Neujahr wird von machen Familie zwar auch gefeiert, doch ein großes Fest gibt es erst im April zum „Songkran Festival“.

     

    Zum Schluss wünsche ich allen frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Schulfreunde.

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