Wie lief eigentlich die Premiere unserer „Schöpfungsfahrt“?


Wirklich beeindruckende Tage liegen hinter den Acht- und Neuntklässlern und ihren Betreuern.

Gemeinsames Angebot: MINT und Religion

Denn am 2. und 3. September startete zum ersten Mal unsere Schöpfungsfahrt, die unsere Schülerinnen und Schüler (aber auch die Betreuer) voller Eindrücke hinterließ.

Leider mussten die Teilnehmer im Vorfeld ausgelost werden, weil wir weniger freie Plätze als Anmeldungen hatten. Für immerhin 24 Schülerinnen und Schüler, zwei Lehrer und unseren Schulseelsorger konnten wir aber Übernachtungsplätze buchen.

Hin- und Rückfahrt mit dem Rad

So ging es am frühen Morgen nach einem geistlichen Impuls in unserer Kapelle mit dem Rad über verschiedene Stationen und, unterbrochen durch Spiele und Pausen, nach Brüggen in den Naturpark Schwalm-Nette.

Gedenkstätte Waldniel-Hostert

Auf dem Weg setzten sich Schülerinnen, Schüler und Betreuer mit der Schöpfung auseinander, wobei es nicht nur um die Natur und Umwelt, sondern auch um den Umgang von Menschen miteinander ging. Dazu besuchten wir u.a. die Gedenkstätte Waldniel-Hostert und wurden damit konfrontiert, dass die Schöpfung gut, aber nicht immer perfekt ist.

Untersuchung der Schwalm

Später untersuchten wir u.a. die Schwalm, indem wir durch den Fluss wateten und in der überraschend starken Strömung Kleintiere fingen. Stundenlang beobachteten die motivierten Schülerinnen und Schüler die Organismen, bestimmten die Arten und klassifizierten sie nach der Gewässergüte. Vorher hatte uns noch Fr. Rottig vom Schwalmverband über Wissenswertes zur Schwalm informiert.

Heide und Moor

Kulturlandschaften wie Heidegebiete, die vom Menschen abhängen und an denen man den menschlichen Einfluss gut sehen kann, rundeten unsere Radtour ab. Wir besuchten die Heide- und Moorgebiete des Elmpter Schwalmbruchs, bis es dann zum Abendessen in die Jugendherberge Brüggen ging.

Chemie und Gottesdienst am Abend

Wasserproben wurden anschließend chemisch untersucht, indem mitgebrachte Mini-Labore eingesetzt wurden. Diverse Stoffe im Wasser konnten nachgewiesen werden, was uns zu der Ansicht kommen ließ, dass auch die Schwalm, trotz des Schutzes durch den Naturpark, kein unbelasteter Fluss ist. Auch die biologische Untersuchung hatte dies schon angedeutet.

Ein ausgesprochen schöner und stimmungsvoller Gottesdienst im Freien unter dem dunklen Himmel beendete den Tag.

Die eigene Rolle

Am zweiten Tag setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der eigenen Rolle und dem Einfluss auf die Schöpfung auseinander.

In verschiedenen Dilemmata mussten die Teilnehmer Positionen diskutieren und diese anschließend zusammenfassen.

Feedbackrunde

Nach einer Feedbackrunde (Schuhweitwurf!) und ausgiebigem Frisbee-Spielen mit den Lehrern, einer Fahrradreparatur und dem Mittagessen ging es mit dem Rad wieder zurück zur Marienschule.

Fazit

Die Schülerinnen und Schüler äußerten sich hochzufrieden auf anonymen Feedbackbögen. So viele Eindrücke aus Bereichen, mit denen die Schülerinnen und Schüler sonst gar nicht oder nicht auf diese intensive Weise konfrontiert wurden, blieben hängen.

Für 2020 ist eine weitere Schöpfungsfahrt angedacht. Wegen der Programmdichte könnten es dann aber drei (statt zwei) Tage sein, um mehr Erholungsphasen und Pausen bzw. Freizeit zu ermöglichen.

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Cornel van BebberAnsprechpartner: Cornel van Bebber

Datum: 16. September 2019 - 21:10 Uhr | Update: 16. September 2019 - 22:11 Uhr

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